Einen Miniteich anlegen

Einen Miniteich anlegen

Standort

Der Minteich sollte idealerweise im Halbschatten stehen, da sich das Wasser in voller Sonne zu sehr erwärmen würde. Der Teich sollte nicht unbedingt unter einem Baum stehen, da das Wasser sonst mit Blättern, Blüten und Pollen verunreinigt wird. Stellen Sie das Fass nicht direkt in die Wiese, sondern auf ein Bett aus Kies, Steinplatten oder unterlegen Sie Holzbalken, da das Holz dann 
von unten belüftet ist und nicht zu modern beginnen kann.

Durch die Gerbsäure ist das Eichenholz sehr langlebig. Die Gerbsäure der Holzoberfläche wäscht sich jedoch in der ersten Gartensaison aus. Das Fass sollte also zunächst nicht auf hellem Boden stehen, da die Gerbsäure eventuell etwas auf den Boden abfärben könnte.

Material

- Weinfass halbiert, klicken Sie hier 
- Kies gewaschen (z.B. Aquarienkies)
- saubere Ziegelsteine oder Pflastersteine für die verschiedenen Wasserzonen
- Wasserpflanzen (z.B. Sumpfschwertlilie, Tannenwedel, Wasserpest)
- evtl. Deko
- evtl. Wassersprudler, kleine Pumpe

Vorbereitung

Wichtig! Bevor Sie einen Miniteich im Weinfass anlegen, sollten Sie das Fass mehrfach reinigen und spülen, um die Rückstände des Weinsteines und der Hefekulturen auszuwaschen. Füllen Sie dazu Ihr Fass mit Wasser, geben Sie etwas Waschsoda dazu und stellen Sie es an einen sonnigen Platz. Das Wasser wird anfangs trüb, vielleicht etwas schleimig sein, doch nach einigen Wasserwechseln wird es klar werden, das kann durchaus einige Wochen dauern. Das erfordert etwas Geduld ;-) 
Das erscheint vielleicht etwas aufwändig, aber es lohnt die Mühe, um später wirklich Freude am Miniteich zu haben! 

Bitte denken Sie daran, ein Miniteich kann nie ein sich selbst erhaltendes und selbstreinigendes Biotop sein. Etwas Pflege ist also immer nötig. Damit Sie den Mini-Gartenteich auch mal umstellen können und nicht immer Hilfe beim Verrücken brauchen, sind Räder an der Unterseite des Fasses besonders praktisch. Denn ist der Behälter kaum mehr zu tragen, wenn er erst einmal mit Wasser gefüllt ist.

Sollte das Fass durch längere trockene Lagerung nicht mehr dicht sein, wird es einige Zeit nach dem Befüllen wieder dicht werden. Diesen Prozess können Sie beschleunigen, indem Sie das Fass mit Klarsichtfolie umwickeln und füllen.
Sie sollten die ersten Wochen auch noch keine Wasserpflanzen einsetzen. Wenn das Wasser bereits klar bleibt, sorgen Wasserpflanzen für zusätzliche Wasserqualität. Fische sollten Sie erst im zweiten Jahr (wenn überhaupt) einsetzen, da diese nicht erfreut sind über die Weinrückstände im Wasser.

Nachdem das Weinfass mit der Bürste gesäubert und das Wasser mehrfach ausgetauscht wurde, können Sie es befüllen. Wir haben den Boden des Fasses mit etwas Kies bedeckt, das gibt einen schönen Effekt und das lässt das Wasser heller erscheinen. Das Material, vor allem die Steine und der Kies, sollten gewaschen sein. Ansonsten hat man lange Zeit mit einer milchigen Brühe zu kämpfen. Zudem lagern sich die Schlammrückstände ab und man sieht ständig eine weiße bis lehmig braune Schicht. Auch Pflanzkörbe kann man einmal kurz durchspülen. Das Fass sollte nicht unbedingt mit Folie ausgekleidet werden. Im Laufe der Zeit würde das Holz dermaßen austrocknen, dass das Fass irgendwann sogar auseinanderfallen könnte. Folie ist nur bei sehr alten oder beschädigten Behältern nötig, die von selbst nicht mehr dicht werden. 

 

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Steine und Pflanzen einsetzen

Auf dem Boden des Weinfasses werden saubere Beton- und Granitsteine platziert als Unterbau für die Pflanzen. Durch den Unterbau können die verschiedenen Pflanzen jeweils in die richtige Höhe gebracht werden.
Die Pflanzen setzen wir in Teichpflanzkörbe und bedecken sie mit Kies, sodass keine Erde ausgeschwemmt wird. Vor dem Bepflanzen können die Pflanzkörbe mit Vlies ausgekleidet werden, so dass die Erde nicht ausgeschwemmt wird. Wir haben darauf verzichtet, zusätzliche Teicherde in die Körbe einzufüllen, das Topfvolumen der gekauften Pflanzen reicht für einen Miniteich völlig aus. Es ist sogar ratsam, einen Teil der Erde aus den Töpfen zu entfernen und durch Kies oder Zeolith zu ersetzen. Auch Teicherde ist nährstoffreich und begünstigt das Algenwachstum. 
Wir haben hier z.B. folgende Pflanzen verwendet: 2 Sumpfschwertlilien, Calla, Kalmus, Schachtelhalm, Tannenwedel, Wasserpest und Brunnenkresse. Für eine optimale Wasserqualität sorgen Pflanzen wie die Wasserspest, Wasserhyazinthe und das Tausendblatt. Sie sind nicht nur prima Sauerstofflieferanten, sondern binden zudem überschüssige Nährstoffe und verhindern so, dass das Wasser im Teich umkippt.

Dann wird das Fass vorsichtig mit Wasser befüllt, idealerweise Regenwasser, aber Leitungswasser geht auch.
Als zusätzliches Highlight können Sie eine Unterwasserbeleuchtung oder Dekorationselemente wie Schwimmkerzen oder schwimmende Kugeln einsetzen. Wir haben zusätzlich eine kleine Solar-Teichpumpe installiert, um das Wasser in Bewegung zu halten und wir mögen das leise Geplätscher. 

Viel Freude mit Ihrem neuen Teich!

 

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Haben Sie nur wenig Platz zur Verfügung, dann können Sie auch in unseren kleineren Eichenkübeln problemlos ein Miniteich anlegen.

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